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Der zweite Weltkrieg

1936

In den folgenden Jahren wurde die Feuerwehr-Organisation von Seiten des Staates immer mehr gestrafft. An die Stelle der Freiwilligkeit trat die Pflicht. Am 5. Februar 1936 wurden durch eine Reichsverordnung und die Entschließung des Staatsministers des Innern in Bayern die Feuerwehren des Landesfeuerwehrverbandes als öffentliche Feuerwehren anerkannt und unter Polizeiverwaltung gestellt. Unter anderem hieß es, die Feuerwehren seien keine Vereine mehr und müssten daher auch alles vermeiden, was sich mit dem öffentlichen Auftreten als Schutztruppe nicht vereinbaren lässt. Die Feuerwehr war ab sofort auch Träger des Hoheitsabzeichens.

Feuerwehrführung 1938

1939

Die rechte Hand musste zum Gruß erhoben werden. Dunkle Wolken deutscher Geschichte zogen auf. In dieser schweren Zeit übernahm Anton Haas die Leitung der Wehr. Bald kam unter seinem Kommando die erste stadteigene Motorspritze von einem Horch-Pkw gezogen im Frühjahr 1939 zum Einsatz.

Stadteigene Motorspritze von 1939

Die Mobilmachung und der Beginn des Zweiten Weltkrieges brachten schwere Zeiten für die Wehrmänner. Eine Jugendwehr, die HJ-Feuerschutzpolizei, wurde gegründet. Sie übernahm nun mit den verbliebenen altgedienten Wehrmännern den Dienst. Maschinen und Geräte waren stärksten Belastungen ausgesetzt und konnten nicht erneuert werden. Die Kriegsrüstung forderte Metall jeder Art, da wurde vor nichts Halt gemacht, weder vor Metallkupplungen an den Schläuchen noch vor den Glocken der Kirchen unserer Stadt. Jetzt wurden Sonntagsdienste eingeteilt, die eine Zeit äußerster Prüfung für die Wehr und vor allem für den Kommandanten einleiteten.

1940

Am 15. Juni 1940 waren von 115 Männern 55 zum Heeresdienst eingezogen worden. Immer häufiger erhielt die Wehr Nachricht, dass Feuerwehrkameraden gefallen waren oder vermisst wurden.

Steigerzug-Übung im Schulhof im Jahre 1941

1943

Am 21. Juli 1943 folgte der erste Einsatz im Krieg. Unter den neuen Stahlhelmen in Schwarz fuhren Anton Haas und seine Männer zu Löscheinsätzen in die schwer bombardierten Städte Friedrichshafen, München und Augsburg.

Text: Manfred Röhrl, 1989, "Lindenberger Chronik"

© 2010-2016 Freiwillige Feuerwehr Lindenberg im Allgäu, Hauptstraße 24, 88161 Lindenberg
 Mit freundlicher Unterstützung von EBERL ONLINE, Immenstadt
Letzte Änderung: 26.01.2011 / 00:21 Uhr
Ausgedruckt am 26.05.2019 / 11:34