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Lindauer Drehleiter schnupperte allgäuer Luft

Im Juni diesen Jahres fiel die Drehleiter der Feuerwehr Lindenberg für drei Wochen aus. Ursache war ein technischer Defekt: An der Hinterachse war eine Blattfeder gebrochen. Um den abwehrenden Brandschutz in der Bergstadt sicherzustellen, leihten uns die Kameraden der Feuerwehr Lindau in dieser Zeit die DLK 23/12 der Wache West.

Mittlerweile steht unsere eigene Drehleiter wieder "im Stall". Wir möchten uns auf diesem Weg beim Kommandanten der Feuerwehr Lindau, Robert Kainz, den Kameraden der Feuerwehr Lindau und natürlich der Stadt Lindau für die 3-wöchige Leihgabe bedanken. Sie ermöglichten der Stadt Lindenberg und den umliegenden Gemeinden, dass ihren Bürgern im Brandfall ein Rettungsgerät für höhere Gebäude zur Verfügung stand.

Innerhalb weniger Minuten nach der Anfrage durch unseren Kommandanten Heribert Mayr stand für Robert Kainz fest, dass wir die zweite Drehleiter aus Lindau leihweise erhielten. Fünf Drehleitermaschinisten wurden auf der 1983 gebauten DLK 23-12 von Metz eingewiesen. Schon am darauffolgenden Tag kam sie beim Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens in Röthenbach zum Einsatz.

Nach knapp drei Wochen Instandsetzung des Lindenberger Fahrzeugs erfolgte die Rückgabe an Lindau.

Bericht aus der "Westallgäuer Zeitung" vom 30. Juni 2012:

Die Drehleiter der Lindenberger Wehr ist defekt. Wegen einer gebrochenen Blattfeder steht sie etwa drei Wochen nicht zur Verfügung. Für die Zeit der Reparatur steht eine der beiden Lindauer Drehleitern in Lindenberg.

Drehleitern sind besondere Fahrzeuge. Sie sind in Städten zwingend vorgeschrieben, um den sogenannten zweiten Rettungsweg (neben dem Treppenhaus) zu gewährleisten, wie Kreisbrandrat Friedhold Schneider schildert.

Bei der routinemäßigen Übung bemerkte die Lindenberger Wehr den Schaden an der bald 23 Jahre alten Leiter. Tags darauf ging das Fahrzeug in Reparatur. Problem: Wegen des Alters gibt es keine Ersatzteile mehr, wie Kommandant Heribert Mayr schildert. Die Blattfedern müssen deshalb eigens angefertigt werden. Das wird zehn Werktage dauern, hat die Wehr erfahren. Einschließlich Einbauzeit, wird die Drehleiter wohl drei Wochen ausfallen, schätzt der Kommandant. Die Reparaturkosten werden auf 12000 bis 15000 Euro geschätzt.

Aushilfsweisen Ersatz hat die Lindenberger Wehr von Ihren Kollegen aus Lindau bekommen. Die dortige Wehr hat zwei Drehleitern. Am Donnerstag erhielten die Lindenberger Maschinisten auf dem "komplett anderen Gerät" (Mayr) einen Crashkurs, am nächsten Morgen hatten Sie bei einem Brand den ersten Einsatz damit.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich die beiden großen Wehren im Landkreis helfen. Die Lindenberger Floriansjünger haben vor eineinhalb ihren zur Ausmusterung anstehenden Schlauchwagen ein halbes Jahr später verkauft und erst nach Lindau verliehen, weil dort die Lieferung des Gerätewagen Logistik auf sich warten ließ.

Der Defekt hat auch eine kommunalpolitische Bedeutung. Über den Kauf einer neuen Drehleiter für die Lindenberger Wehr ist mehrfach in Gremien des Stadtrates gesprochen worden. Die Wehr wollte das Fahrzeug eigentlich 2014, der Stadtrat hat es bei seinem Haushaltsberatungen aber erst einmal weiter nach hinten verschoben. Kommandant Mayr rechnet indes in den kommenden Jahren mit weiteren teuren Reparaturen. "Angesichts des Alters kommt sicherlich noch das eine oder andere".
(pem)

© 2010-2016 Freiwillige Feuerwehr Lindenberg im Allgäu, Hauptstraße 24, 88161 Lindenberg
 Mit freundlicher Unterstützung von EBERL ONLINE, Immenstadt
Letzte Änderung: 08.10.2012 / 23:17 Uhr
Ausgedruckt am 20.01.2019 / 02:51