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Atemschutzausbildung im Landkreis Lindau

Organisation und Aufbau der Atemschutzausbildung im Landkreis Lindau

Atemschutzlehrgang Lindenberg Atemschutzlehrgang Lindenberg

Aufgrund der erheblichen Kosten und der immer größer werdenden Bedeutung des Atemschutzes kam es zu der Entscheidung, dass die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger von den Feuerwehrschulen an die Standorte verlegt wurde. Ehrenkreisbrandrat (EKBR) Horst Miller hat mit seinem damaligen Ausbilderteam einen Ausbildungsleitfaden ausgearbeitet der im Wesentlichen noch heute Bayern weit in der Atemschutzausbildung zur Anwendung kommt. Im Zuge des Neubaus des Feuerwehrhauses in Lindenberg wurde die, auch für die Ausbildung notwendige, Atemschutzübungsstrecke errichtet. So konnte die Ausbildung beginnen.

Seit 1982 wurden in 93 Ausbildungslehrgängen über 2.250 Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Lindau, teilweise aus dem Landkreis Oberallgäu und Mitglieder des THW zu Atemschutzgeräteträgern ausgebildet.

Die Ausbildung umfasst 26 Stunden, davon 10 theoretische und 16 praktische Einheiten mit Gerät. Die Ausbildung wird an 3 Abenden und 2 Samstagen abgehalten.

Der Inhalt der Ausbildung entspricht der Feuerwehrdienstvorschrift und wird in Anlehnung an den Ausbilderleitfaden abgehalten. Pro Wintersaison werden zwischen 2 und 3 Lehrgänge abgehalten.

Atemschutzübungsanlage 

Wie oben erwähnt wurde die Anlage 1982 im Zuge des Neubaus des Feuerwehrhauses die Anlage in Lindenberg errichtet. Gemäß den Vorschriften ist für jeden aktiven Atemschutzgeräteträger die Begehung einmal jährlich Pflicht. An durchschnittlich 40 Abenden von Oktober bis Mai begehen ca. 700 Geräteträger die Übungsanlage. Hierzu zählen auch Mitglieder von THW und Feuerwehren aus dem nachbarlichen „Ausland“, die aufgrund der räumlichen Nähe die Strecke mitnutzen. Hochgerechnet auf 28 Saisonen seit der Inbetriebnahme ergibt dies insgesamt ca. 19.500 Personen die die Strecke begangen haben. Die Abwicklung der Streckenabende erfolgt durch Ausbilder bzw. Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Lindenberg, die diesen Dienst zusätzlich zu ihrem „normalen Feuerwehrdienst“ verrichten. Die ganzen Daten wie Einsatzdauer, Luftverbrauch etc, werden mittels EDV erfasst und stehen dem jeweils Verantwortlichen der einzelnen Feuerwehren nach Abschluss des Übungsabends zur Verfügung.

Der Parcour durch den „Käfig“ wird alle 2 Jahre verändert um den Teilnehmern eine veränderte Situation zu präsentieren. Der Umbau der Streckenverlegung nimmt erheblich Zeit in Anspruch, da auf sehr kleinem Raum 50 Meter Kriechstrecke mit Gittern verbaut werden müssen.

Der Kriechparcour (Käfig) Der Kriechparcour (Käfig)
Der Kriechparcour (Käfig) Der Kriechparcour (Käfig)
Atemschutzlehrgang in Lindenberg Atemschutzlehrgang in Lindenberg

Das Ausbilderteam

Die erwähnten Aufgaben in der Ausbildung und dem laufenden Streckenbegehungen sind nur im Team zu bewältigen. Für die Atemschutzausbildung stehen neben dem Leiter, Christian Buhmann (KBM Atemschutz), 9 weitere langjährige Atemschutzgeräteträger aus Lindenberg, Oberreute und Wasserburg bereit.

Zusätzlich wird in Weiler ein Sonderlehrgang für das Tragen von Chemikalienschutzanzügen (CSA) abgehalten. Dieser Lehrgang wird von 3 weiteren Ausbilder der Werkfeuerwehr Metzeler betreut.

Der Gerätewagen Atem- und Strahlenschutz (GW-A/S)

Zwei Großschadenereignisse in unserer nächsten Umgebung (Brände Fa. Mayser Lindenberg und Firma Gardinia in Isny) haben aufgezeigt, dass die Versorgung mit Atemschutzgeräten und Wechselflaschen immer notwendiger wird. Die Abdeckung des Ersteinsatzes ist mit den an den Standorten vorhandenen Atemschutzgeräten optimal gewährleistet. Für den Zweiteinsatz verfügt der GW-A/S über 16 Geräte á 300 bar, sowie zur Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft der Ortswehren über 40 Atemluftflaschen mit 200 und 300 bar. 20 Atemschutzmasken und dazugehörende Lungenautomaten ergänzen die Beladung. Die Stationierung des Fahrzeuges in Lindenberg ermöglicht die Verwendung der GW-A/S - Ausstattung auch für die Ausbildung im Bereich des Atemschutzes.

Chemieschutzanzüge für Einsätze in Verbindung mit dem Gerätewagen Gefahrengut (GW-G) sind im Fahrzeug untergebracht.

Gerätewagen Atem- und Strahlenschutz Gerätewagen Atem- und Strahlenschutz
© 2010-2016 Freiwillige Feuerwehr Lindenberg im Allgäu, Hauptstraße 24, 88161 Lindenberg
 Mit freundlicher Unterstützung von EBERL ONLINE, Immenstadt
Letzte Änderung: 06.11.2011 / 21:45 Uhr
Ausgedruckt am 17.01.2019 / 15:38